Zusammenfassung

Jakling trotzt dem Favoriten – Sensationssieg gegen die Icebreakers
Was für ein Abend in der Eishalle: Der EC Jakling hat dem ungeschlagenen Tabellenführer und Finalteilnehmer EC Icebreakers die erste Saisonniederlage zugefügt – und das mit einer taktischen Meisterleistung und eiskalter Effizienz.
Die Vorzeichen vor der Partie waren klar verteilt. Noch im ersten Aufeinandertreffen hatten die Icebreakers den Underdog aus Jakling mit 8:2 vom Eis gefegt. Alles andere als ein weiterer Pflichtsieg des Ligaprimus schien unrealistisch. Doch diesmal sollte alles anders kommen.
Schon in den ersten Minuten zeigte sich ein verändertes Gesicht des EC Jakling. Defensiv kompakt, diszipliniert und mit klarer Ordnung im eigenen Drittel stemmten sie sich gegen die gewohnt offensiv auftretenden Icebreakers. Nach nur vier Minuten jedoch der erste Rückschlag: Unterzahl für Jakling. Und der Favorit schlug gnadenlos zu. Nur zehn Sekunden benötigten die Icebreakers, um einen Stellungsfehler auszunutzen und auf 1:0 zu stellen.
Doch Jakling ließ sich davon nicht beeindrucken. Ruhig, beinahe stoisch, kontrollierten sie fortan das Spielgeschehen. Mit gezielten Störaktionen im Mitteldrittel nahmen sie den Icebreakers den Rhythmus und erspielten sich selbst immer wieder gefährliche Abschlüsse. Der verdiente Lohn folgte kurz vor der ersten Drittelpause: Martin Doliner schob zum umjubelten 1:1-Ausgleich ein.
Das zweite Drittel galt lange als Jaklings Schwachstelle – doch diesmal präsentierten sie sich gereift. Statt früher Gegentreffer agierten sie taktisch klug, standen defensiv sicher und blieben nach vorne brandgefährlich. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem beide Teams an starken Goalies verzweifelten. Bis Luca Pucher zuschlug: Ein Fehler der Icebreakers, eiskalt genutzt – Jakling führte plötzlich.
Im Schlussdrittel warfen die Icebreakers alles nach vorne. Tempo, Druck, Schüsse aus allen Lagen. Doch entweder war ein Jaklinger Verteidiger zur Stelle oder Goalie Hartl-Kollmann, der sich an diesem Abend in Topform präsentierte. Während der Favorit anrannte, blieb Jakling effizient. Mario Doliner und wenig später Herfried Pucher stellten bis fünf Minuten vor Schluss auf 4:1 – die Sensation lag in der Luft.
45 Sekunden vor dem Ende zog der Tabellenführer die letzte Karte: Timeout, Goalie raus, sechs gegen fünf. Doch auch diese Schlussoffensive verpuffte. Jakling verteidigte leidenschaftlich, blockte jeden Versuch und brachte den historischen Sieg über die Zeit.
Jakling